„Rapid Cycling – das bildest du dir nur ein“ SPENDENAUFRUF

Sehr geehrte Damen und Herren,

Foto André Wirsig

Liebe Freunde und Bekannte,

In diesem Jahr planen wir die Premiere von „Rapid Cycling“, unserer bisher umfangreichsten Produktion. Für dieses Projekt konnten wir bereits Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste und den Freaks und Fremde e.V. als unsere Kooperationspartner sowie mehrere Förderer gewinnen. Die Premiere und zwei weitere Vorstellungen werden im Dezember 2019 in Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste stattfinden. Zukünftige Gastspiele im In- und Ausland sind in Planung.

Unsere Bemühungen um Projektgelder bei Stadt, Land, Bund und anderen Initiativen waren bisher nur zum Teil erfolgreich. Um dennoch eine Umsetzung des Projektes realisieren zu können, versuchen wir hiermit private Spender für dieses Projekt zu finden.
11.500 € haben wir durch Eigenkapital und durch zugesagte Fördergelder (Kooperationsbeitrag Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste; Förderung vom Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden) bereits gesichert. Uns fehlen noch 9.000 € für eine professionelle und qualitativ hochwertige Produktion. Für uns ist es vor allem wichtig der Empfehlung vom Bundesverband Freie Darstellende Künste zur Honoraruntergrenze zu folgen und somit eine faire Bezahlung aller Beteiligten zu gewährleisten.

Wir bitten Sie für die Umsetzung der Produktion von „Rapid Cycling“ zu spenden.

Kontoinhaber: Freaks und Fremde e.V
IBAN: DE45 8505 0300 0221 1231 13
Verwendungszweck: Rapid Cycling_JuWie _Vorname_Nachname

Schon kleine Beträge helfen uns weiter. Ihre Spende geht an den gemeinnützigen Verein Freaks und Fremde e.V., dessen Vereinszweck u.a. die  Unterstützung freier darstellender Kunst in Dresden ist. Der Verein wird die gesamte gesammelte Spendensumme als Koproduktionsbeitrag an uns weiterleiten. Gern können Sie eine Spendenquittung erhalten. Der Verein ist gemeinnützig und die Spende ist steuerbegünstigt.
Alle Spender*innen können auf Wunsch öffentlich benannt werden. Die Spendensumme wird grundsätzlich nicht veröffentlicht. Bitte geben Sie Ihre Wünsche diesbezüglich an uns per Mail weiter.

„Rapid Cycling“ thematisiert die affektive bipolare Störung. Bei dieser Krankheit wechseln sich Symptome von Tiefphasen (Depression) und Hochphasen (Manie / Hypomanie) ab. Unter Betrachtung aller Formen und Schweregrade leiden in Deutschland etwa 4-5% der Bevölkerung darunter. Betroffene haben vor der ersten Diagnose meist schon mehrere Jahre Leidensweg hinter sich. Körperliche und psychische Selbst- und Fremdverletzung während (hypo-)manischer Phasen und die Gefahr durch Vernachlässigung und Suizid während depressiver Phasen, beeinträchtigen das Leben Betroffener sowie das ihrer Angehörigen, erheblich.

Seit mehreren Jahren wächst die Offenheit und das Interesse gegenüber psychischen Erkrankungen. Betroffene reden offener über ihre Probleme im Kampf mit ihrer Krankheit. Besonders über die sozialen Medien und das Fernsehen erlangt dieses Thema zunehmend Einzug in den öffentlichen Diskurs. Dabei steht vor allem die Frage nach dem Reflexionsvermögen von Betroffenen und dem Empathievermögen Außenstehender im Mittelpunkt. So viel man über die Krankheit erfahren kann, ebenso viele Vorurteile existieren immer noch in unserer Gesellschaft.

Ab wann sind Stimmungsschwankungen „krank”? Wie funktional muss ein Mensch sein? Welche Abweichungen von der Norm sind akzeptabel und ab wann muss „behandelt“ werden? Gleichzeitig möchten wir Menschen, die an solchen Schwankungen leiden, ermutigen sich unbedingt Hilfe zu suchen.
Durch die hohe Anzahl an Betroffenen und die signifikante Gefährdung für sich und andere ist diese Krankheit sehr ernst zu nehmen und somit einer großen Aufmerksamkeit wert.

Das Stück „Rapid Cycling“ möchte dem Publikum einen künstlerischen Zugang zu diesem Thema ermöglichen.
Die JuWie Dance Company nähert sich diesem Thema auf 3 unterschiedliche Arten. Zunächst planen wir die Produktion eines Tanzfilmes, in welchem die verschiedenen Wesensarten der Erkrankung in Form artifizieller Figuren visualisiert werden.
Teile aus diesem Film werden später in der Bühnenproduktion verwendet. Die Figuren aus dem Film werden auf die Bühne projiziert und sind die Tanzpartner der Solistin. Dieses Duett aus Tänzerin und Videoprojektion – als äußerliche Erscheinung und Innenwelt des Individuums – bildet das zentrale künstlerische Element.

Begleitend dazu ist eine Ausstellung im Theater geplant, welche die Zuschauer*innen vor Beginn der Vorstellung betreten muss. Mittels Video-, Ton- und Textmaterial von Betroffenen, Angehörigen und Mediziner*innen möchten wir die Thematik auch auf faktischer Ebene erfahrbar machen.
Fachlichen Rat und Unterstützung erhalten wir von Herrn Dr. Ritter (Psychologischer Psychotherapeut, AG Bipolare Störung am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus) und Frau Anacker (Dipl.-Psych., TU Dresden).

Nachhaltig zu berühren, neue Gedankenfelder zu eröffnen und die Zuschauer*innen letztlich als aktive Partner*innen zu verstehen – das ist unser Anspruch. Tanz ist dabei ein wunderbares Mittel universeller Verständigung über Grenzen hinweg.

Vielen Dank!

Mit herzlichen Grüßen,

Jule Oeft & Wiebke Bickhardt,
Freaks und Fremde e.V.
und das gesamte Produktionsteam
Dresden, 06. April 2019

WORLD BIPOLAR DAY

Im Dezember 2019 wird unsere neue Produktion „Rapid Cycling“ Premiere in Hellerau – europäisches Zentrum der Künste feieren.  „Rapid Cycling“ thematisiert die affektive bipolare Störung. Den heutigen „World Bipolar Day“ wollen wir nutzen, und zwei wichtige Positionen zu Wort kommen lassen. … „WORLD BIPOLAR DAY“ weiterlesen